Wer sparen will, heizt mit
Holz?
Viele Anbieter von Kaminen, Kaminöfen und
Anbieter
von Kaminholz treffen oft solche oder ähnliche
Werbeaussagen wie:
"Raus aus der Krise: Wer sparen will,
heizt mit Holz."
" ... beträgt der Preis für die gleiche Wärmemenge
aus Holz derzeit ab ca. 27% des Heizölpreises."
"1m³ Hartholz hat den gleichen Heizwert
wie 230 Liter Heizöl. Holz jedoch, ist ca. 40%
günstiger."
Natürlich
sind auch wir große Fans vom Kamin und dem
Heizen mit Holz. Allerdings hat dies mehr ökologische
Gründe und natürlich gibt es nichts schöneres
als gemütlich vorm Kamin den Feierabend oder
das Wochenende zu genießen.
Wer aber erzählt, dass die Gemütlichkeit auch
jede Menge Geld spart, weil Heizen mit Holz nur
"die Hälfte" kostet, übertreibt
etwas.
Solche
Aussagen werden teilweise mit
"Berechnungen belegt", in
denen die folgenden Mängel am häufigsten
auftreten:
a) Umrechnung des Heizwertes von RM auf
SRM vernachlässigt (Faktor 1,7!)
b)
Energieausbeute (Wirkungsgrad) der
Heizgeräte unterschlagen
(Bei Brennwertgeräten Wirkungsgrad über
100 %, bei den besten Kaminöfen gerade
mal 70 %!)
c)
Zur Differenz beim Energiebedarf
zwischen z.B. einer Fußbodenheizung mit
moderner Steuerung und dem Heizen mit
einem Kaminofen wird überhaupt nicht
eingegangen.
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| Heizkosten Vergleich |
| Holz,
Pellets zu Öl, Gas |
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Heiz
Öl |
Erdgas
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Holz-
Pellets |
Scheit-
Holz |
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[Quelle:
ÖkoFEN Gegenüberstellung der
Heizkosten] |
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Selber Kaminholz lagern spart
bares Geld
Vorgelagertes oder trockenes Holz ist natürlich
immer kostspieliger, weil der Händler
entsprechende Lagerflächen und Holzbestände
vorhalten muss und diese Kosten auf den
Holzpreis aufschlägt. Wer also selbst etwas
Platz zum Lagern hat, sollte waldfrisches,
bereits fertig zugeschnittenes Holz bestellen
und selbst lagern.
Nur trockenes Holz im Kaminofen verwenden.
Heizen Sie ausschließlich mit naturbelassenem,
trockenem Holz in Scheiten oder Stücken mit
maximal 20% Restfeuchte. Diese wird nach einer 2
- 3 jährigen Trocknungszeit erreicht.
Richtige Lagerung von Kaminholz.
Kaminholz muß vor Regen und Feuchtigkeit geschützt
gelagert werden, dabei soll jedoch Luft
zirkulieren können. Am besten deckt mann das
gestapelte Holz oben ab, läßt die Seiten
jedoch offen. Die Lagerzeit beträgt mindestens
2, besser 3 Jahre. Waldfrisches Holz niemals im
Keller lagern!
Beim Einkauf von Brennholz aufpassen
Beim Kauf von Kaminholz sollte darauf geachtet werden,
dass
der Preis stets zur Holzqualität im Verhältnis
steht. Bei Kaminholz gibt es drei Werte, welche
sich auf den Preis niederschlagen:
a) Grad der Aufbereitung (Stammware -->
Spaltholz --> Ofenfertig)
b) Grad der Trocknung (waldfrisch -->
vorgelagert --> trocken)
c) Heizwert in kWh/rm (z.B. Birke 1.900, Buche
2.100, vgl. Holzarten)
Vorsicht ist geboten, wenn Angaben zur Holzsorte
fehlen (z.B. nur von "Kaminholz" die
Rede ist).
Die
Ökobilanz von Holz
Wussten Sie schon, dass Ihrer Kaminheizung eine
einzigartige Solartechnik zugrunde liegt?
Die gesamte im Holz gespeicherte Energie stammt
von der Sonne. Bäume betreiben Photosynthese.
Sie nehmen Sonnenenergie, Wasser und
Kohlendioxid (CO2) auf und geben als
"Abgase" reinen Sauerstoff und
Wasserdampf an die Umwelt ab. Als Produkt
liefern die Bäume uns das Holz.
Die Bäume wandeln Wasser aus dem Boden und
Kohlendioxid, das sie der Atmosphäre entzogen
haben um und legen es als Holz fest.
Bei der Verbrennung wird nur die Menge an
Kohlendioxid frei, die während des
Baumwachstums gespeichert wurde und trägt somit
zur Verminderung des Treibhauseffektes bei.
Dieses CO2 nehmen wiederum die jungen Waldbäumchen
auf. Die Verbrennung von Holz ist damit
CO2-neutral.
Im Holz ist viel Sonnenenergie gespeichert. Um
dieses Potential für den Menschen verfügbar zu
machen, muss die Forstwirtschaft nur wenig
Energie, z.B. als Treibstoff für die Motorsäge,
aufwenden. Für die Bereitstellung von Holz mit
einem Energiegehalt von 100 Kilowattstunden
verbraucht die forstliche Produktion nur 1 bis 4
Kilowattstunden.

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